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Wie werden Mensch und Maschine in der digitalen Fabrik der Zukunft zusammenarbeiten? Spielt Künstliche Intelligenz als Wachstumsmotor für die Produktion der Zukunft dabei eine Rolle? Und wie sieht die Schnittstelle zwischen Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen aus? Darüber diskutierten Mitarbeiter der CIIT-Partner angeregt beim CIIT-Techtalk am Dienstag, den 19. Dezember 2017. Professor Oliver Niggemann stellte neueste Erkenntnisse aus seiner Forschungsarbeit vor und tauschte sich mit den 50 Teilnehmern aus Forschung und Industrie über die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz in der industriellen Produktion aus.

Der Fokus seiner Forschungsarbeit in Lemgo liegt dabei auf der autonomen Fabrik: Die Fabrik der Zukunft soll ressourceneffizient, wandlungsfähig und selbstoptimierend sein. Um all diese Aspekte umzusetzen, benötigt man beispielsweise automatisierte Prozesse, um Produktions- und Arbeitsabläufe optimieren zu können. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen seien aus Forschungs- und Anwendersicht allerdings zwei verschiedene Ansätze, so Niggemann.

DSC08673 webIn seinem Impulsvortrag stellte Niggemann die verschiedenen Nutzungs- und Einsatzmöglichkeiten in der Industrie vor. „Man verbessert seit Jahren maschinelle Lernverfahren, aber eigentlich werden in der Industrie robuste, echtzeitfähige Verfahren benötigt“, erläutert Niggemann, stellvertretender Leiter am Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL und am Fraunhofer IOSB-INA. Mit einem 16-köpfigen Team am inIT entwickelt der Lemgoer Wissenschaftler seit Jahren Methoden der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens in Produktionssystemen.

„Unsere Hoffnung, Industrie 4.0 mache durch die Standardisierungen alles einfacher, hat sich leider noch nicht umgesetzt. Aber wir sind auf einem guten Weg und die Entwicklungen in diesem Bereich bieten ein enormes Potential für unsere Wirtschaft“, so Niggemann. Auch die Anforderungen an Ausbildungsberufe beispielsweise in den Bereichen der Ingenieurwissenschaften, Data Sciences oder Maschinellem Lernen verändern sich und stellen die Mitarbeiter der digitalen Fabrik der Zukunft vor neue, nicht-technische Herausforderungen, sagt Niggemann.

Mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Produktion erhält für Professor Oliver Niggemann der Mensch im Produktionsumfeld mehr Zeit zur Optimierung von Abläufen und muss sich nicht länger mit generischen oder repetitiven Aufgaben befassen. Niggemann prognostiziert: „Man braucht +in absehbarer Zeit nur noch wenige tausend Computer, um ein menschlichen Gehirn nachzubilden. Das ist eigentlich nicht besonders viel.“ Derzeit gäbe es allerdings bislang nur aufgabenspezifische Methoden und Teilbereiche der Künstlichen Intelligenz.

DSC08668 webDas Fazit des Plenums nach einer regen Diskussion: Ein spannendes Thema, zu dem aber noch viel Forschungs- und Aufklärungsbedarf besteht. Das Kurzformat CIIT-Techtalk hat sich bewährt: Bis auf den letzten Platz des Auditoriums war der Vortrag gut besucht. Die kurzen Wege zwischen den Partnern unter dem Dach des CIIT und auf dem Innovation Campus Lemgo werden mit dem Format CIIT-Techtalk optimal genutzt, um sich über neueste Trends der Branche und Forschungsthemen auszutauschen.

Zur Veranstaltung "CIIT-Techtalk":

CIIT-Techtalk ist ein neues CIIT-Kurzformat (ca. 45 Minuten für Vortrag und Diskussion), bei dem Mitglieder in spannenden Impulsvorträgen über neueste Trends und Themen der Branche informiert werden. Fester Bestandteil ist die anschließende Diskussionsrunde mit den Referenten, um die Themen zu vertiefen. Es handelt sich hierbei um eine kostenlose, interne CIIT-Veranstaltung ausschließlich für Mitglieder und deren Mitarbeiter.

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