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Wenn es um Digitalisierung geht, wird im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen – spätestens nach der Landtagswahl in 2017 – nichts dem Zufall überlassen. Die neue Landesregierung macht Digitalisierung zum Schlüsselthema und möchte nicht weniger als zum »Digitalland Nr.1« werden. Auf Initiative und unter Federführung des Fraunhofer IOSB-INA wird die Innenstadt der Alten Hansestadt Lemgo zum Mitmach-Labor für das Internet der Dinge (IoT). Das Land NRW wird dieses vor einem Jahr gestartete Projekt fördern. Am 05. April 2018 wird es eine offizielle Eröffnung geben.

Unter der Federführung des Fraunhofer IOSB-INA in Kooperation mit der Hochschule OWL, Partnern aus der Wirtschaft sowie weiteren Forschungseinrichtungen soll die Innenstadt der Alten Hansestadt Lemgo zu einem offenen Innovationslabor für Anwendungen des Internets der Dinge (IoT) werden. In den Handlungsfeldern Mobilität, Umwelt, Handel und Energie liegt der Fokus auf der Entwicklung innovativer Lösungen für Alltagsprobleme in der Stadt. Eine Besonderheit dieses Projektes stellt die partizipative Technologiegestaltung dar. Hiermit können die Bürger als Alltagsexperten aktiv und sehr früh mit in den Innovationsprozess einbezogen werden und mitgestalten. Auch spielen IoT-Startups in dem Projekt eine wichtige Rolle. Die Alte Hansestadt Lemgo, inmitten der Technologieregion Ostwestfalen-Lippe gelegen, kann durch das Projekt zur Blaupause für über 180 Mittelstädte in NRW werden, in denen die Hälfte aller Menschen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes leben.

Stellvertretend und beispielhaft für die mehr als 180 Mittelstädte in NRW – das sind Städte mit mehr als 20.000 und weniger als 100.000 Einwohnern – soll die Stadt Lemgo in Sachen Digitalisierung mit aktiver Bürgerbeteiligung als Referenzplattform fungieren. Neben einer überschaubaren Größe und kurzen Entscheidungswegen zeichnet sich Lemgo vor allem auch mit Einrichtungen wie dem Fraunhofer IOSB-INA, der SmartFactoryOWL, dem Institut für industrielle Informationstechnik, der Hochschule OWL sowie dem CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT) als herausragender Wissenschaftsstandort aus, der zudem mit der heimischen Industrie eng verzahnt ist. Beste Voraussetzungen also für die erfolgreiche Durchführung von Lemgo Digital.

NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart ist zuversichtlich: »Das Real-Labor ›Lemgo Digital‹ macht das Internet der Dinge für die Bürgerinnen und Bürger praktisch erfahrbar und zeigt, wie die Digitalisierung Alltagsprobleme in einer mittelgroßen Stadt lösen kann. Deshalb freue ich mich, dass das Land Nordrhein-Westfalen dieses ehrgeizige Projekt unterstützen kann und bin gespannt auf die konkrete Umsetzung.«

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite, Leiter des Fraunhofer IOSB-INA in Lemgo und Initiator des Projekts, sieht in dem Vorhaben große Chancen für alle Beteiligten: »Mit der in dem Projekt entstehenden Forschungsinfrastruktur werden wir den Fraunhofer-Standort in Lemgo deutlich weiterentwickeln sowie Mehrwerte für Unternehmen bieten können. Gleichzeitig freuen wir uns schon jetzt auf die Projektideen und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger zur Gestaltung ihrer Stadt. Damit hat Lemgo das Potential, eine Vorzeigekommune weit über die Grenzen von OWL hinaus zu werden.«

Dr. Reiner Austermann, Bürgermeister der Alten Hansestadt Lemgo, begrüßt die Initiative des Fraunhofer-Instituts und die Unterstützung durch das Land NRW. »Mit ›Lemgo Digital‹ wird die Stadt zum Mitmach-Labor. Durch diese Plattform werden die Bürgerinnen und Bürger aus Lemgo, Lippe und ganz OWL aktiv in die Gestaltung der digitalen Transformation einbezogen.«

Zur Projektseite: https://www.lemgo-digital.de/index.php/de/

Quelle: Fraunhofer IOSB-INA

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